Suche
  • Signe

Salziger Gugelhupf mit Wein

Aktualisiert: vor einem Tag

Wenn ich an Gugelhupf denke, denke ich ans Elsass. Hier ist die Spezialität, die zum Kaffee, als Dessert oder auch zu einem Glas Wein gereicht wird, allgegenwärtig.



Ein Kuchenklassiker in neuer Variante - der Gugelhupf mal herzhaft

Ursprünglich wurde der Kuchen mit Hefe gebacken, denn früher kannte man kein anderes Treibmittel, um den Teig luftig werden zu lassen. Eier waren ebenfalls ein gerne genommenes Lockerungsmittel. Daher enthalten alte Rezepte oft sehr viele Eier.

Als dann Weinstein, Natron und später das Backpulver erfunden wurden, änderten sich auch die Rezepte des Kuchens. Aber ich mag ihn mit Hefe immer noch am liebsten.


Allen gleich ist die Backform mit den geschwungenen Rillen und der Einbuchtung in der Mitte. Durch die vergrößerte Backfläche gelingt der Kuchen in allen Bereichen gleich gut. Dazu sieht das Ergebnis auch noch sehr hübsch aus.


Der Elsässische „Kougelhopf“ wird gerne in der traditionellen Backform aus Keramik gebacken.

In der Nähe von Haguenau gibt es die zwei Orte, Betschdorf und Soufflenheim, die noch traditionelle Tonwaren herstellen. In Soufflenheim, einem Ort mit vielen Handwerksbetrieben habe ich auch meine Form gekauft.


Gugelhupf-Form aus Keramik aus Soufflenheim im Elsass

Es gibt eine hübsche Legende, wie der Gugelhupf ins Elsass gekommen sein soll:

Danach sollen die Heiligen Drei Könige auf ihrem Rückweg von Bethlehem das Elsass bereist haben, wo sie herzlichst empfangen wurde. Zum Dank hätten sie ihren Gastgebern einen Kuchen gebacken, angelehnt an ihre Turbane.


Der Gugelhupf ist aber auch in Österreich sehr verbreitet und hier sagt man sich, dass

die Erzherzogin von Österreich und Königin von Frankreich Marie Antoinette (1755 bis 1793) den Gugelhupf aus dem Alpenland an den Königlichen Hof von Versailles gebracht haben soll.


Dass der Kuchen nicht immer süß sein muss, sondern auch herzhaft eine schöne Variante ist, möchte ich Euch mit meinem Rezept zeigen. Ich nehme den Kuchen gerne als Mitbringsel auf eine Feier mit oder reiche ihn zusammen mit einem frischen Salat als leckere Mahlzeit.


Rezept:


Zeit:

20 Min. Hefevorteig

1 Stunde Hefeteig gehen lassen

1 Stunde Teig in der Form gehen lassen

50 Min. im Ofen backen


Gesamtzeit: 3 Stunden und 10 Minuten.

Der Kuchen schmeckt auch warm sehr gut und kann daher direkt nach dem Backen gegessen werden. Allerdings würde ich ihn hierzu noch etwa 15 Minuten abkühlen lassen.


Zutaten:

375 g Mehl

30 g frische Hefe

4 Eier

½ TL Zucker

4 EL lauwarme Milch

125 ml neutrales Öl

125 ml Weißwein, wie z.B. Gutedel oder Weißburgunder


150 g geriebener Emmentaler

150 g roher Schinken, in kleine Würfel geschnitten

150 g getrocknete Tomaten, klein geschnitten.

Rosmarin (gemahlen oder die Nadeln klein gehackt.)




Geraspelter Käse und leckere Speck gehören dazu





Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Vertiefung geben. Hier die Hefe reinbröckeln und mit der warmen Milch, dem Zucker leicht verrühren.

Der Hefevorteig muss gehen.








Nach ca. 20 Minuten, wenn der Vorteig deutlich gegangen ist, die Eier (nach und nach),

das Öl und den Wein hinzufügen. Den Teig so lange mit dem Knethaken bearbeiten, bis er sich leicht von der Wand der Schüssel lösen lässt. Falls der Teig zu weich ist, eventuell noch etwas Mehl hinzufügen. Den Teig abgedeckt für ca. 1 Stunde an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.


In der Zwischenzeit die Gugelhupfform gut einfetten.


Wenn der Teig soweit ist, den Käse, den Schinken und die Tomaten sowie den Rosmarin zum Teig geben. Alles gut mischen und in die Gugelhupfform füllen.

Das Ganze nochmals eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.



Salziger Teig in der Gugelhupf-Form

Gegend Ende der Gehzeit den Ofen auf 175°C vorheizen und den Kuchen anschließend 50 Minuten in der Mitte des Ofens backen. Am besten ohne Umluft arbeiten.


Am Ende des Backens die Probe mit dem Holzstäbchen machen. Dazu ein Holzstäbchen in den Kuchen stecken. Wenn kein Teig daran kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.



Der Kuchen ist aufgegangen.

Aus dem Ofen nehmen und auf dem Kuchengitter etwas auskühlen lassen. Nach ca. 10 Minuten den Kuchen stürzen. Sollte er sich nicht so leicht aus der Form lösen, ein feuchtes Tuch um die Form wickeln. Meist fällt er dann heraus.


Salziger Gugelhupf, passend zu elsässischem Wein

Ein guter Silvaner oder ein Grauburgunder aus dem Elsass munden hierzu vorzüglich.


Wer mehr über den Gugelhupf aus dem Elsass wissen möchte: In Sélestat gibt es ein Brotmuseum, in dem auch auf die Backformen des Gugelhupfes eingegangen wird, denn jede Region hat ihre eigene Form.


Alte Backformen für den Gugelhupf

Im Städtchen Ribeauvillé gibt es jeden zweiten Sonntag im Juni ein Gugelhupf-Fest und in Saverne feiern sie die „Fête du Kougelhopf“ Anfang August.


22 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen